Mehr als Action – Ein Social-Media-Shooting mit Sebastian Gux und Dryrobe

Wenn ich an Windsurf-Shootings denke, denke ich normalerweise zuerst an Action.

Sprünge.

Gischt.

Sonnenuntergänge.

Geschwindigkeit.

Doch dieses Shooting mit Sebastian Gux hatte einen anderen Schwerpunkt.

Es ging nicht nur darum, Windsurfen zu zeigen. Es ging darum, die Geschichte hinter einem Produkt zu erzählen und Content zu produzieren, der auf Social Media funktioniert.

Ein Shooting für Instagram

Sebastian arbeitet mit Dryrobe zusammen und brauchte neue Fotos und ein Reel für seine Social-Media-Kanäle.

Die Aufgabe war klar:

Die Dryrobe sollte nicht einfach nur zu sehen sein – sie sollte zeigen, warum sie für Windsurfer an kalten Tagen so wichtig ist.

Warm bleiben beim Umziehen.

Geschützt vor Wind.

Bereit für die nächste Session.

Und nach dem Surfen nicht sofort auskühlen.

Genau diese Geschichte wollten wir erzählen.

Der perfekte Spot

Den Spot hatte Sebastian ausgesucht.

Und besser hätte es kaum laufen können.

Innerhalb weniger Meter hatten wir alles, was wir brauchten:

  • Dünen für Portraits

  • Wiese für das Getting Ready

  • Einen steinigen Bereich am Parkplatz

  • Strand

  • Ostsee

  • Und später perfektes Licht für die Action auf dem Wasser

Gerade solche vielseitigen Locations machen ein Shooting unglaublich flexibel.

Portraits – mein persönlicher Endgegner

Wenn du meine Arbeit kennst, weißt du wahrscheinlich, dass ich mich am wohlsten fühle, wenn sich etwas bewegt.

Action ist mein Zuhause.

Portraits dagegen waren lange mein persönlicher Endgegner.

Nicht wegen der Kamera.

Sondern weil ich es schwierig fand, Menschen Anweisungen zu geben.

Wie sollen die Hände liegen?

Wo schaut die Person hin?

Welche Pose wirkt natürlich?

Mit jemandem wie Sebastian zu arbeiten, macht das deutlich einfacher.

Er bringt Erfahrung mit und versteht sofort, was gemeint ist.

Trotzdem war dieses Shooting für mich ein kleiner Meilenstein.

Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl:

"Hey... Portraits machen richtig Spaß."

Die Idee, die ich ausprobieren musste

Schon vor dem Shooting hatte ich ein Bild im Kopf.

Die Inspiration kam von einer älteren Kampagne von The North Face.

Dort saßen Models mit über den Kopf gezogenen Daunenjacken auf dem Boden.

Ich wollte die Idee weiterdenken.

Also zog Sebastian die Dryrobe verkehrt herum an.

Die Kapuze verdeckte das Gesicht.

Statt ihn sitzen zu lassen, ließ ich ihn springen.

Durch den freien Himmel im Hintergrund entstand der Eindruck, als würde er schweben.

Für mich war das sofort einer dieser Momente, in denen ich wusste:

Das ist der Shot des Tages.

Nicht kopieren.

Sondern sich inspirieren lassen und etwas Eigenes daraus machen.

Genau das liebe ich an kreativer Fotografie.

Action zum Sonnenuntergang

Natürlich durfte auch das Windsurfen nicht fehlen.

Wind und Wellen waren perfekt.

Vom strahlenden Sonnenschein bis zum goldenen Abendlicht hatten wir nahezu ideale Bedingungen.

Ich probierte noch eine weitere Idee aus:

Die Spiegelung eines kleinen Priels mit dem Leuchtturm im Hintergrund zu kombinieren.

Der Winkel wollte leider nicht ganz mitspielen.

Aber genau das gehört dazu.

Nicht jede Idee funktioniert.

Und manchmal entstehen dafür ganz andere Bilder, an die man vorher überhaupt nicht gedacht hat.

Mein gewohntes Setup

Wie fast immer war ich mit meinem kompletten Nikon-Setup unterwegs:

  • 11 mm Fisheye

  • 28 mm

  • 50 mm

  • 85 mm

  • 70–200 mm

  • 180–600 mm

Jedes Objektiv erfüllt seinen eigenen Zweck.

Das Fisheye sorgt für ungewöhnliche Perspektiven.

28 mm ist für mich einer der vielseitigsten Begleiter überhaupt.

50 und 85 mm liebe ich für Portraits.

Und sobald Sebastian aufs Wasser geht, übernehmen Teleobjektive die Arbeit.

Das Reel

Auch das Video folgt genau der Geschichte des Tages.

Es beginnt bewusst ruhig.

Keine Musik.

Nur die Vorbereitung.

Das Ankommen.

Das Umziehen.

Erst danach setzt die Musik ein und die Action startet.

Genau so fühlt sich eine Windsurf-Session schließlich auch an.

Du bereitest dich vor.

Und dann geht es aufs Wasser.

Was ich aus diesem Shooting mitnehme

Beim nächsten Mal möchte ich mich noch besser auf den Portraitteil vorbereiten.

Nicht technisch.

Sondern kreativ.

Mehr Ideen.

Mehr Posen.

Mehr kleine Details.

Denn ich habe gemerkt, dass genau dort unglaublich viel Potenzial steckt.

Mein Tipp für Fotografen

Wenn ihr Social-Media-Content für Sportler produziert, dann plant euer Shooting gut.

Sprecht vorher genau ab, welche Inhalte gebraucht werden.

Und seid trotzdem bereit, eure Planung jederzeit über Bord zu werfen.

Die besten Ideen entstehen meistens erst vor Ort.

Warum dieses Shooting für mich besonders war

Natürlich freue ich mich über starke Actionbilder.

Aber dieses Shooting hat mir noch etwas anderes gezeigt.

Ich muss mich nicht auf einen einzigen Bereich festlegen.

Wenn man versteht, wie Licht, Perspektive und Bildgestaltung funktionieren, findet man seinen eigenen Stil auch in Bereichen, die vorher ungewohnt waren.

Vielleicht war genau das die wichtigste Erkenntnis dieses Tages.

Nicht die Action.

Nicht die Portraits.

Sondern das Vertrauen in den eigenen Blick.

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