4x4 Rhein-Waal Festival – Mehr als nur eine Offroad-Messe

Wenn man an ein 4x4-Festival denkt, kommen den meisten wahrscheinlich riesige Geländewagen, Schlamm und Offroad-Strecken in den Sinn.

Und ja – das gibt es hier auch.

Doch das 4x4 Rhein-Waal Festival ist für mich viel mehr als das. Es ist eine Mischung aus Messe, Community-Treffen und Campingfestival. Ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, die die gleiche Leidenschaft teilen: das Reisen, die Freiheit und das Abenteuer.

Nachdem ich bereits im Jahr zuvor als Fotograf und Videograf vor Ort war, durfte ich auch dieses Mal wieder die Veranstaltung begleiten und den Spirit des Festivals in Bildern und Videos festhalten.

Warum mich dieses Event begeistert

Ich selbst besitze zwar kein Allradfahrzeug, aber die Idee dahinter fasziniert mich schon lange.

Unabhängig reisen.

Draußen zu Hause sein.

Einfach losfahren – egal ob auf Asphalt oder abseits der Straße.

Genau deshalb träume ich schon seit einiger Zeit davon, meinen Bulli irgendwann gegen einen Mitsubishi Pajero einzutauschen und selbst tiefer in diese Szene einzutauchen.

Vielleicht macht gerade das meinen Blick auf das Festival so besonders.

Ich fotografiere die Fahrzeuge nicht nur.

Ich fotografiere den Traum, den viele Menschen mit ihnen verbinden.

Mein Ziel: Das Gefühl des Festivals zeigen

Natürlich gehören Fahrzeuge zu einem 4x4-Festival dazu.

Aber sie sind nicht der eigentliche Mittelpunkt.

Ich wollte zeigen, warum Menschen jedes Jahr wiederkommen.

Warum sie ihre Freizeit investieren, weite Strecken fahren und ganze Wochenenden gemeinsam verbringen.

Es geht um Lagerfeuer.

Um Gespräche bis spät in die Nacht.

Um neue Freundschaften.

Und darum, sich draußen einfach zuhause zu fühlen.

Genau diese Atmosphäre wollte ich einfangen.

Vorbereitung ist mehr als Technik

Da ich das Gelände bereits vom Vorjahr kannte, musste ich die Location kaum noch planen.

Stattdessen habe ich mich auf etwas anderes vorbereitet:

Interviews.

Ich hatte mir Fragen für Besucher, Aussteller und die Veranstalter überlegt, um neben den Bildern auch authentische Geschichten erzählen zu können.

Technisch war ich wieder mit meinem Nikon-Setup unterwegs:

  • Nikon Z9

  • Nikon Z6 II

  • 11 mm Fisheye

  • 28 mm

  • 50 mm

  • 85 mm

  • 70–200 mm

Gerade bei solchen Veranstaltungen liebe ich es, ständig zwischen verschiedenen Brennweiten zu wechseln.

Mal ganz nah dran.

Mal mitten im Geschehen.

Mal mit einem Blick über das gesamte Gelände.

Zwischen Action und Storytelling

Eine der größten Herausforderungen war es, gleichzeitig an Fotos und Videos zu denken.

Während ich fotografierte, musste ich ständig überlegen:

Welche Sequenz fehlt später noch für den Film?

Welche Perspektive erzählt die Geschichte besser?

Gerade solche Produktionen verlangen einen ständigen Wechsel zwischen Fotograf und Filmemacher.

Die schönsten Bilder entstehen oft ungeplant

Einer meiner Lieblingsmomente entstand völlig zufällig.

Ich lernte Kevin kennen.

Er hatte sich seinen eigenen Offroad-Crawler gebaut und testete gerade die Verschränkung seiner Achsen.

Dafür hob er das Fahrzeug kurzerhand mit einem Gabelstapler an.

Genau solche Situationen kannst du nicht planen.

Du musst offen bleiben, aufmerksam sein und einfach mit den Menschen ins Gespräch kommen.

Licht, Nebel und Abendstimmung

Mit dem Wetter hatten wir richtig Glück.

Sonnenschein.

Angenehme Temperaturen.

Perfekte Bedingungen für das Festival.

Nur morgens sorgte dichter Nebel für etwas mehr Herausforderung und abends musste ich das schwindende Licht im Blick behalten.

Gerade deshalb waren lichtstarke Festbrennweiten wieder Gold wert.

Die Bearbeitung

Auch bei diesem Projekt sollte alles natürlich wirken.

Ich wollte den Charakter des Festivals erhalten und trotzdem einen leicht cineastischen Look erzeugen.

Nicht übertrieben.

Nicht künstlich.

Sondern genau so, wie sich das Wochenende angefühlt hat.

Authentisch.

Was ich beim nächsten Mal anders machen werde

Auch wenn die Produktion insgesamt sehr gut funktioniert hat, nehme ich einige Dinge mit.

Ich möchte zukünftige Projekte noch genauer planen.

Vor allem beim Video möchte ich mir vorab einen klaren Ablauf überlegen und genau definieren, welche Szenen ich wirklich brauche.

Außerdem möchte ich während des Events häufiger kleine Editing-Pausen einbauen.

So kann bereits Material gesichtet werden und die finale Auslieferung geht später deutlich schneller.

Mein wichtigster Tipp

Wenn du ein Offroad- oder Community-Event fotografierst, dann vergiss für einen Moment deine Kamera.

Rede zuerst mit den Menschen.

Interessiere dich ehrlich für ihre Geschichten.

Die besten Bilder entstehen meistens dann, wenn Vertrauen da ist.

Nicht andersherum.

Warum ich wiederkommen werde

Für mich sind es nicht die Fahrzeuge, die dieses Festival besonders machen.

Es sind die Menschen.

Die Offenheit.

Die Hilfsbereitschaft.

Die Gespräche.

Die Zusammenarbeit mit Jana, ihrem Bruder und dem gesamten Team hat wieder unglaublich viel Spaß gemacht.

Dazu kommt die Action auf der Strecke, wenn die 4x4-Fahrzeuge ihre Runden für einen guten Zweck drehen.

Genau solche Produktionen erinnern mich immer wieder daran, warum ich meinen Beruf liebe.

Am Ende fotografiere ich keine Autos.

Ich fotografiere Menschen, ihre Leidenschaft und die Geschichten, die sie miteinander verbinden.w

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