Daniel Pankoke Daniel Pankoke

Winterclash 2026 – Warum ich dieses Event unbedingt fotografieren wollte

Vom Inline-Skater zum Sportfotografen: Beim Winterclash 2026 in Eindhoven durfte ich eines der größten Inline-Events Europas fotografieren. Zwischen schwierigen Lichtverhältnissen, tausenden Zuschauern und jeder Menge Action ging es für mich nicht nur darum, Tricks einzufangen, sondern die Energie einer einzigartigen Community sichtbar zu machen.

Manchmal schließt sich ein Kreis.

Als Jugendlicher habe ich selbst unzählige Stunden auf Inline Skates verbracht. Skateparks waren mein zweites Zuhause und die Szene hat mich geprägt. Jahre später stehe ich plötzlich nicht mehr mit Skates in der Hand in der Halle, sondern mit zwei Kameras um den Hals.

Dieses Jahr war ich beim Winterclash 2026 in Eindhoven – nicht als Zuschauer, sondern als Fotograf.

Und genau das war schon lange ein Traum von mir.

Vom Skater zum Fotografen

Anfang des Jahres habe ich dem Veranstalter einfach eine Nachricht geschrieben.

Ich wollte die Chance bekommen, das Event zu fotografieren.

Kein bezahlter Auftrag.

Keine Garantie.

Nur eine Akkreditierung und die Möglichkeit, meine Sicht auf eines der größten Inline-Events Europas zu zeigen.

Für mich war sofort klar:

Wenn ich hier abliefere, kann das die Tür für zukünftige bezahlte Produktionen öffnen.

Ein genauer Plan – und trotzdem offen für alles

Bevor ich losgefahren bin, hatte ich mir genau überlegt, welchen Content ich produzieren möchte.

Ich wollte nicht nur Tricks fotografieren.

Ich wollte die Stimmung zeigen.

Die Freude.

Die Action.

Die Community.

Ich wollte Bilder erschaffen, die im Kopf bleiben.

Trotzdem wusste ich, dass ich erst einmal beobachten musste.

Ich hatte zwar schon viele große Sportevents fotografiert, aber noch nie eine Inline-Veranstaltung dieser Größe – und schon gar nicht in einer Halle mit tausenden Menschen.

Meine Inspiration entsteht sowieso erst vor Ort.

Ich weiß nicht immer vorher, welches Bild ich machen werde.

Ich weiß nur, welches Gefühl das Bild später vermitteln soll.

Die Anreise war schon die erste Herausforderung

Normalerweise schlafe ich bei solchen Produktionen in meinem Bus.

Doch genau der stand in der Werkstatt.

Also musste ich mit einem kleinen Leihwagen nach Eindhoven fahren.

Mehr Kosten.

Weniger Komfort.

Schlechterer Schlaf.

Wenn man keinen Auftrag hat, sondern in sich selbst investiert, gehören genau solche Dinge dazu.

Zwei Tage mit dem kompletten Equipment auf dem Rücken

Vor Ort wartete direkt die nächste Herausforderung.

Da ich kein offizieller Eventfotograf war, hatte ich keinen festen Platz für mein Equipment.

Also bedeutete das:

Zwei Tage lang sämtliche Kameras und Objektive auf dem Rücken.

Mit dabei waren:

  • Nikon Z9

  • Nikon Z6II

  • 11 mm Fisheye

  • 28 mm

  • 50 mm

  • 85 mm

  • 70–200 mm

  • 180–600 mm

Normalerweise liebe ich es, flexibel zu sein.

Aber nach zwei Tagen merkt man jedes Gramm.

Zwischen tausenden Menschen

Die Halle war voll.

Richtig voll.

Für die Atmosphäre war das perfekt.

Für die Fotografie eher nicht.

Ständig standen Zuschauer vor mir.

Ich durfte nur außerhalb der Strecke arbeiten.

Nicht auf die Bahn.

Immer wieder dachte ich:

"Bekomme ich hier überhaupt die Bilder, die ich mir vorgestellt habe?"

Anstatt mich darüber zu ärgern, begann ich, mich ständig neu zu positionieren.

Andere Winkel.

Andere Perspektiven.

Neue Ideen.

Und genau das machte irgendwann den Reiz aus.

Warum die Nikon Z9 genau die richtige Kamera war

An so einem Wochenende wechseln sich Foto und Video im Sekundentakt ab.

Genau dafür liebe ich die Nikon Z9.

Ein Moment fotografierst du.

Im nächsten filmst du.

Ohne lange nachzudenken.

Die Lichtbedingungen waren allerdings alles andere als einfach.

Dunkle Halle.

Unterschiedliche Lichtquellen.

Ständig wechselnde Helligkeit.

Zum Glück hatte ich mehrere lichtstarke Festbrennweiten dabei.

Ein paar Bilder mussten später trotzdem durch den Rauschfilter.

Das gehört manchmal einfach dazu.

Die Community ist das eigentliche Highlight

Das Beeindruckendste am Winterclash waren für mich nicht die Tricks.

Es waren die Menschen.

Jeder feuerte jeden an.

Egal ob Gewinner oder Letzter.

Hier ging es nicht nur um einen Contest.

Es fühlte sich an wie eine riesige Community-Party, auf der die besten, kreativsten und stylischsten Fahrerinnen und Fahrer gemeinsam ihren Sport feiern.

Genau diese Energie wollte ich festhalten.

Nicht nur den Trick.

Sondern das Gefühl.

Was ich beim nächsten Mal anders machen würde

Beim nächsten Winterclash werde ich deutlich häufiger mit lichtstarken Festbrennweiten arbeiten.

Gerade das 85 mm hat sich für mich als unglaublich spannend erwiesen.

Und falls ich irgendwann direkt auf der Strecke fotografieren darf, wird definitiv noch ein lichtstarkes Weitwinkel – wahrscheinlich ein 20 mm f/1.8 – mit ins Setup kommen.

Warum ich genau solche Events liebe

Sport verbindet Menschen.

Nicht nur auf dem Spielfeld.

Sondern weit darüber hinaus.

Wenn ich auf einem Event wie dem Winterclash unterwegs bin, merke ich jedes Mal aufs Neue, warum ich Sportfotografie liebe.

Ich darf Momente festhalten, die nie wieder genauso passieren werden.

Emotionen.

Leidenschaft.

Freundschaften.

Eine Community.

Und genau das macht für mich ein gutes Bild aus.

Nicht nur einen perfekten Trick einzufrieren.

Sondern dafür zu sorgen, dass das Gefühl dieses Moments auch Jahre später noch spürbar ist.

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